Leben
Babiniotis studierte Philologie an der Universität Athen, schloss 1962 ab und promovierte dort 1969. Weitere Studien in Köln von 1969 bis 1971 führten ihn an moderne Sprachtheorie und Analysemethoden heran. 1973 wurde er Professor für Linguistik in Athen und behielt den Lehrstuhl bis 2006. Er war auch Dekan der Philosophischen Fakultät und von 2000 bis 2006 Rektor. Lehre und institutionelle Arbeit bildeten den Rahmen einer Laufbahn, die Forschung, Lehrbücher und öffentliche Wissensvermittlung verband.
In einem Interview von 2024 erinnerte er sich an Lehrer, die sein Sprachinteresse förderten, und an die Schülerzeitung, die er herausgab. Leitartikel und Interviews gaben dem Schreiben ein unmittelbares Publikum, bevor Sprache sein Studienfach wurde. Später setzte er dieses Engagement außerhalb der Hörsäle mit Zeitungsartikeln, Vorträgen und Sendungen fort. Zu seinen Fernsehprojekten gehörte Οι λέξεις φταίνε (Die Wörter sind schuld) mit Vicky Flessa. Vorträge im Programm Stoa tou Vivliou erreichten auch erwachsene Lernende. In diesen unterschiedlichen Zusammenhängen erklärte er, wie griechische Wörter funktionieren, und ermunterte Sprecher, auf ihren eigenen Sprachgebrauch zu achten.
Werk

Λεξικό τής Νέας Ελληνικής Γλώσσας (Wörterbuch des Neugriechischen) erschien 1998. Neben Definitionen stehen Angaben zu Rechtschreibung, Wortgeschichte und verwandten Ausdrücken sowie Gebrauchskommentare. Der Aufbau lädt dazu ein, einen Eintrag zu erkunden, statt bei einem fremdsprachigen Gegenstück stehenzubleiben. Das Λεξικό για το σχολείο και το γραφείο (Wörterbuch für Schule und Büro) von 2004 dient dem täglichen Nachschlagen in Bildung und Arbeit. Diese Bücher gehören zu einer gemeinsamen lexikografischen Arbeit mit Forschern, Redakteuren und Fachbeiträgern.
Mit Christos Clairis und weiteren Mitarbeitern erarbeitete Babiniotis die Γραμματική τής Νέας Ελληνικής (Grammatik des Neugriechischen), 2005 als Gesamtband veröffentlicht. Der strukturelle, funktionale und kommunikative Ansatz verbindet grammatische Formen mit dem Handeln der Sprecher. Das erstmals 2009 erschienene Etymologische Wörterbuch verfolgt Herkunft und Entwicklung der Wörter. Das Wörterbuch der Synonyme und Antonyme von 2011 untersucht Beziehungen und Unterschiede zwischen Wörtern ähnlicher oder entgegengesetzter Bedeutung. Gemeinsam eröffnen diese Nachschlagewerke verschiedene Zugänge zu einem Satz: seine Struktur, die Geschichte eines Wortes und die zur jeweiligen Situation passende Wahl.
Nachwirkung im heutigen Griechenland
Seine Wörterbücher gehören zur griechischen Nachschlagekultur, mit überarbeiteten Ausgaben und digitalen Anwendungen einiger Titel. Griechische Artikel und Interviews bringen Ausdrucksfragen auch in die öffentliche Diskussion. Sein Werk verbindet so die unmittelbare Frage eines Lernenden mit einer genaueren Sprachbeschreibung.
Lesen Sie den abgestuften Text und vergleichen Sie Η τιμή είναι δέκα ευρώ mit Είναι μεγάλη τιμή για μένα. Welche Nachbarwörter weisen auf Preis, welche auf Ehre? Schlagen Sie τιμή nach, finden Sie die passenden Bedeutungen und lesen Sie ein Beispiel vor Ihrem eigenen Satz. Notieren Sie Stichwort und mögliche flektierte Formen getrennt. B1 unterstützt diese Bedeutungswahl im Kontext; es setzt kein selbstständiges Lesen eines ganzen wissenschaftlichen Werkes voraus.
Wussten Sie schon?
- Sein Hauptwörterbuch erschien erstmals 1998.
- Er verfasste eine große Grammatik mit Christos Clairis und weiteren Mitarbeitern.
- Seine Nachschlagewerke behandeln Etymologie, Synonyme und Antonyme.
Hauptwerke
| Griechischer Titel | Titel | Jahr |
|---|---|---|
| Λεξικό τής Νέας Ελληνικής Γλώσσας | Wörterbuch des Neugriechischen | 1998 |
| Λεξικό για το σχολείο και το γραφείο | Wörterbuch für Schule und Büro | 2004 |
| Γραμματική τής Νέας Ελληνικής | Grammatik des Neugriechischen — mit Christos Clairis und Mitarbeitern | 2005 |
| Ετυμολογικό λεξικό τής Νέας Ελληνικής Γλώσσας | Etymologisches Wörterbuch des Neugriechischen | 2009 |
| Λεξικό Συνωνύμων και Αντωνύμων | Wörterbuch der Synonyme und Antonyme | 2011 |
Ein Satz zum Merken
Η γλώσσα υπηρετεί τη σκέψη.
I glóssa ypireteí ti sképsi.
Sprache dient dem Denken.
















































































































