Leben
Davou studierte von 1952 bis 1958 im Atelier von Kostas Iliadis Malerei und half später dort im Unterricht. Ihre erste Einzelausstellung zeigte sie 1960 bei Nees Morfes in Athen. Frühe Gemälde gingen zur Abstraktion über und untersuchten Zeichen und Farbe als Oberflächenordnung. Ende der 1960er erkundete sie dreidimensionale Konstruktionen und Umgebungen und erweiterte Materialien und Räume.
In den 1970ern führten Kommunikationsfragen zu mathematischer Notation und Ideen aus Computertechnik und Kybernetik. Sie entwickelte serielle Strukturen, in denen Zahlenverhältnisse Zeichen und Formen ordnen. Geduldiges Zeichnen und Sticken blieben zentral. Die Verbindung zur Galerie Desmos umfasste Einzelausstellungen 1974, 1978, 1981, 1983 und 1990 als wichtige Entwicklungsschritte. Anfang der 1980er stärkten Bezüge zu Homers Odyssee und Penelope die poetische Dimension. Sie starb 1996 in Athen. Eine große EMST-Retrospektive 2008–2009 vereinte die aufeinanderfolgenden Untersuchungen. Der Weg zeigt fortgesetztes Erproben zwischen organisierender Regel, ausführender Hand und entstehenden Bedeutungen.
Werk

Die Gitter von 1967–1970 nutzten unter anderem durchsichtige Kunststofffolien zur Untersuchung geschichteter Raumordnung. Binärer Kontrast, 1978, Acrylbild der Nationalgalerie, gehört zur späteren Arbeit mit Zahlenbeziehungen. Serielle Strukturen 2 – Odyssee, 1978–1981, im EMST durch Zeichnungen auf Millimeterpapier vertreten, verbindet binäre Notation und Fibonacci-Folgen mit Umformungen homerischer Verse.
Zahlen dienten künstlerischer Kommunikation. Schwarze und weiße Punkte, wiederholte Zeichen und Geometrie wurden Bildvokabular; die aufgewendete Arbeitszeit blieb sichtbar. Stoff brachte Schrift und Faden zusammen. Segel, 1981–1982, verband durch Stoff und Dreiecke serielle Konstruktion mit Reisen und der poetischen Odyssee-Welt. Das Werk wurde 2017 nach ihrem Tod auf documenta 14 gezeigt. Serielle De/Re-Strukturen, 1992, umfasst 367 Zeichnungen und setzt die Suche durch Veränderungen fort. Systemordnung und persönliche Handentscheidungen bleiben verflochten. Ihre Aussage zur Forschung verdeutlicht die Bedeutung von Versuchen, Wiederholen und Überarbeiten.
Nachwirkung im heutigen Griechenland
Ihr Werk bringt Konzeptkunst, Handarbeit und poetische Sprache zusammen. Sammlungen und EMST-Retrospektive bewahren Zeichnungen und Konstruktionen zur Untersuchung. Die Odyssee zeigt auch, wie Text visuelle Struktur werden kann.
Lesen Sie den angepassten Text und zeichnen Sie zwei Punktreihen. Zählen Sie griechisch und schreiben Sie, welche περισσότερες und welche λιγότερες hat. Wiederholen Sie eine kleine Form und beschreiben Sie das Gleichbleibende. Verwenden Sie γραμμή und σειρά in zwei Sätzen über Ihre Zeichnung und erklären Sie νήμα aus dem Text. B1 übt unterstütztes neugriechisches Vergleichen und Beschreiben. Mathematiksysteme und antiker Homertext lassen sich mit weiterer Anleitung erkunden.
Wussten Sie schon?
- Sie lernte im Malatelier von Kostas Iliadis.
- Serielle Strukturen verbinden Zahlenregeln und Handarbeit.
- Segel wurde nach ihrem Tod auf documenta 14 gezeigt.
Hauptwerke
| Griechischer Titel | Titel | Jahr |
|---|---|---|
| Πλέγματα — σειρά | Gitter — Serie | 1967–1970 |
| Δυαδική Αντίθεση | Binärer Kontrast | 1978 |
| Σειραϊκές δομές 2 – Οδύσσεια | Serielle Strukturen 2 – Odyssee | 1978–1981 |
| Ιστία | Segel | 1981–1982 |
| Σειραϊκές απο-ανα-δομές | Serielle De/Re-Strukturen | 1992 |
Ein Satz zum Merken
Αυτό που μ’ ενδιέφερε πάνω απ’ όλα είναι η έρευνα
Aftó pou m’ endiéfere páno ap’ óla eínai i érevna
Was mich vor allem interessierte, ist die Forschung
















































































































