Leben
Mylona studierte 1945–1950 bei Michalis Tombros Bildhauerei an der Athener Kunsthochschule. Frühe Arbeiten konzentrierten sich auf menschliche Figuren mit vereinfachten Formen und betonten Volumen. Begegnungen mit griechischen und internationalen Künstlern erweiterten ihren Horizont; Paris wurde in den sechziger Jahren wichtiger Arbeitsort. Die Laufbahn verband Athen, Paris und Syros.
1960 nahm sie am griechischen Beitrag zur Biennale von Venedig teil und stellte international aus. Neben Skulpturen entstanden Papierarbeiten, Bühnenbilder und Kostüme für Rallou Manous Griechisches Choreodrama. Dies erweiterte die Beschäftigung mit Formen im Raum und ihrem Verhältnis zu Menschen. Die Nationalgalerie organisierte 1986 eine Retrospektive. 2004 gründete sie das Alex-Mylona-Museum in Athen. Gebäude und Werke wurden 2007 dem Mazedonischen Museum für zeitgenössische Kunst geschenkt, Teil des 2018 zu MOMus vereinten Netzwerks. Sie starb 2016 in Athen. Sammlung und Archiv bewahren fertige Objekte sowie Zeugnisse von Zeichnungen, Experimenten und Materialentscheidungen hinter ihnen.
Werk

Die Materialien änderten sich, Form, Volumen und umgebender Raum blieben zentral. Garten, Öl auf Karton von 1953, zeigt die frühe Begleitung der Skulptur durch Farbe und Zeichnung. Berioschka, 1957, nutzt geschmiedetes Eisen für langgestreckte, vereinfachte Figuren. Leerstellen und scharfe Kanten tragen ebenso wie feste Materie zur Wirkung bei. Spätere Metallbleche krümmen, drehen und falten sich zu offeneren Strukturen.
Geneigt, 1976, aus Edelstahl erkundet dünne Flächen und räumliche Bewegung. Kykladen II, 1984, aus Marmor gehört zu einer anderen Materialsprache mit klaren geometrischen Flächen und einfachen Formen. Die Aussage von 1986 über Instinkt stellt persönliche Urteilskraft neben diese Klarheit. Entwicklung des Kreises, 1986, verbindet Kreisabschnitte und waagerechte wie senkrechte Ebenen. Das Modell schlug Museumssitze vor; die große Eisenfassung verbindet Skulptur und mögliche Alltagsnutzung. Die Nationalgalerie betont die Beziehung zwischen Objekt, Ort und Nutzern. Abstraktion bleibt an menschlichen Maßstab und Bewegung um das Objekt gebunden.
Nachwirkung im heutigen Griechenland
Das MOMus–Alex-Mylona-Museum bewahrt ihre Sammlung und bietet mit Ausstellungen und Dokumentation konkrete Zugänge. Die Nationalgalerie besitzt ebenfalls Skulpturen, darunter Entwicklung des Kreises. Griechische Titel liefern Geometrie- und Raumwörter.
Falten und drehen Sie Papier und beschreiben Sie die Form mit dem Text. Zeichnen Sie Kreis und Quadrat nebeneinander: Was ist αριστερά, δεξιά, ανάμεσα? Ändern und vergleichen Sie die Anordnung. Es ist Ihr Sprachexperiment. B1 beschreibt begleitete neugriechische Anweisungen und Ortsbeschreibungen; das Originalzitat führt ihre Worte zum künstlerischen Instinkt ein.
Wussten Sie schon?
- Sie nahm 1960 am griechischen Venedig-Beitrag teil.
- Entwicklung des Kreises begann als Vorschlag für Museumssitze.
- Sie gründete 2004 das Alex-Mylona-Museum.
Hauptwerke
| Griechischer Titel | Titel | Jahr |
|---|---|---|
| Κήπος | Garten | 1953 |
| Μπεριόσκα | Berioschka | 1957 |
| Κεκλιμένο | Geneigt | 1976 |
| Κυκλάδες ΙΙ | Kykladen II | 1984 |
| Ανάπτυξη του κύκλου | Entwicklung des Kreises | 1986 |
Ein Satz zum Merken
Το ένστικτο υπήρξε πάντα η κινητήρια δύναμη.
To énstikto ypírxe pánta i kinitíria dýnami.
Der Instinkt war stets die treibende Kraft.
















































































































