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Η είσοδος της Φιλοσοφικής Σχολής του Αριστοτελείου Πανεπιστημίου Θεσσαλονίκης, όπου η Ζωή Καρέλλη παρακολούθησε μαθήματα φιλολογίας και αναγορεύτηκε επίτιμη διδάκτωρ το 1988· σύγχρονη φωτογραφία του 2006, όχι πορτρέτο της ποιήτριας.
Η είσοδος της Φιλοσοφικής Σχολής του Αριστοτελείου Πανεπιστημίου Θεσσαλονίκης, όπου η Ζωή Καρέλλη παρακολούθησε μαθήματα φιλολογίας και αναγορεύτηκε επίτιμη διδάκτωρ το 1988· σύγχρονη φωτογραφία του 2006, όχι πορτρέτο της ποιήτριας. · Tony Fangel · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

A1Neugriechenland · Dichterin · Dramatikerin · Essayistin

Zoe Karelli

Ζωή Καρέλλη

1901 – 1998 · Thessaloniki · Athen

Zoe Karelli (1901–1998) war eine griechische Dichterin, Dramatikerin und Essayistin aus Thessaloniki und die ältere Schwester des Schriftstellers Nikos Gavriil Pentzikis. Unter einem selbst gewählten Pseudonym veröffentlichte sie ab 1940 Gedichte über Zeit, Einsamkeit, Liebe und Glauben. Sie erhielt zwei Staatspreise für Lyrik und wurde 1982 korrespondierendes Mitglied der Akademie von Athen, laut griechischen Biografien als erste Frau in dieser Rolle.

Leben

Zoe Karelli, auch Zoi oder Zoé Karelli geschrieben, war das Pseudonym von Chrysoula Argyriadou, geboren als Chrysoula Pentziki 1901 in Thessaloniki. Den Namen wählte sie selbst. Ihr jüngerer Bruder war der Schriftsteller und Maler Nikos Gavriil Pentzikis. Sie wurde zu Hause unterrichtet, in den Schulfächern, in Fremdsprachen und in Musik. Sie sprach sehr gut Französisch, Deutsch, Englisch und Italienisch und besuchte später als Gasthörerin Philologievorlesungen an der Universität Thessaloniki. 1919 heiratete sie den Agronomen Theodoros Argyriadis; sie bekamen zwei Söhne.

Sie begann mit über dreißig zu veröffentlichen. Ein kurzer Prosatext erschien im Oktober 1935 in der ersten Ausgabe der Zeitschrift Το 3ο μάτι (Das dritte Auge) aus Thessaloniki, ihre ersten Gedichte folgten 1937. Von 1945 bis 1948 arbeitete sie eng mit der Zeitschrift Κοχλίας (Schnecke) zusammen, in der sie Gedichte, Essays und Übersetzungen veröffentlichte. Von 1954 bis 1961 lebte sie in Athen, doch Thessaloniki blieb ihre Stadt.

Anerkennung kam in ihren späteren Jahren. Sie erhielt 1956 den Zweiten Staatspreis für Lyrik, 1974 den Ersten Staatspreis für Lyrik und 1978 einen Preis der Akademie von Athen. 1982 wurde sie korrespondierendes Mitglied der Akademie von Athen, und 1988 ernannte sie die Aristoteles-Universität Thessaloniki zur Ehrendoktorin. Von 1980 bis 1986 war sie Vizepräsidentin der Schriftstellergesellschaft von Thessaloniki. Sie starb am 16. Juli 1998.

Werk

Karelli veröffentlichte 1940 ihren ersten Band, Πορεία (Weg), und insgesamt zwölf Gedichtbücher, darunter Η εποχή του θανάτου (Die Zeit des Todes, 1948), Κασσάνδρα και άλλα ποιήματα (Kassandra und andere Gedichte, 1955) und Ο καθρέφτης του μεσονυκτίου (Der Spiegel der Mitternacht, 1958). 1973 wurden ihre Gedichte in zwei Bänden für die Jahre 1940 bis 1973 gesammelt. Sie schrieb auch Versdramen: Σιμωνίς βασιλόπαις του Βυζαντίου (Simonis, Prinzessin von Byzanz, 1965) und Ορέστης (Orestes, 1971) wurden 1966 und 1976 vom Staatstheater Nordgriechenlands aufgeführt. Zu ihren Essays gehören eine Studie über den französischen Dichter Paul Claudel und eine Deutung von Warten auf Godot.

Ihre Lyrik ist nach innen gewandt und fragend. Zeit, Einsamkeit, Liebe, Tod und Glaube kehren immer wieder, und Kritiker beschreiben sie oft als Dichtung des inneren Sprechens und der existenziellen Angst. Gestalten des antiken Mythos wie Kassandra, Orestes und Eurydike helfen ihr, über die Gegenwart zu sprechen. Thessaloniki erscheint in Gedichten wie Θεσσαλονίκη 904 μ.Χ. (Thessaloniki 904 n. Chr.), das an den Angriff auf die Stadt in jenem Jahr erinnert.

Sie sah auch genau auf den Alltag. In Λαϊκή αγορά (Wochenmarkt) gehen Frauen langsam mit ihren Einkäufen vom Markt zurück, und die Dichterin bemerkt grünes Gemüse, rote Rüben, Orangen und gelbe Zitronen: kleine Freuden in einer harten Woche.

Nachwirkung im heutigen Griechenland

Karelli gilt als zentrale Stimme des literarischen Lebens in Thessaloniki in der Mitte des 20. Jahrhunderts. Kurz nach ihrem Tod widmete ihr die Zeitschrift Νέα Πορεία Seiten ihrer Ausgabe Juli–September 1998 mit einer Auswahl ihrer Gedichte; das Zentrum für die griechische Sprache stellt diese Ausgabe heute online bereit. Die Große Musikbibliothek Griechenlands Lilian Voudouri bewahrt eine Schallplatte von 1988, Ελληνικά ποιήματα: Η Ζωή Καρέλλη διαβάζει Καρέλλη (Griechische Gedichte: Zoe Karelli liest Karelli), mit ihrer eigenen Stimme. Versuchen Sie eine kleine Aufgabe mit ihrem Gedicht Λαϊκή αγορά (Wochenmarkt): Finden Sie die Farbwörter πράσινα (grün) und κόκκινα (rot) in den beiden auf dieser Seite zitierten Versen. Bilden Sie dann Ihren eigenen Satz: Στη λαϊκή βλέπω πράσινα λαχανικά (Auf dem Markt sehe ich grünes Gemüse). Das ist unser Übungssatz, kein Vers des Gedichts.

Wussten Sie schon?

  • Karelli veröffentlichte ihr erstes Gedicht 1937, als sie bereits etwa fünfunddreißig Jahre alt war.
  • Für die Zeitschrift Κοχλίας übersetzte sie, allein oder mit anderen, Texte von James Joyce, Plotin, Longfellow, Robert Browning und T. S. Eliot.
  • Ihr Stück Ορέστης (Orestes) erzählt einen antiken Mythos in modernen Versen neu und wurde 1976 in Thessaloniki aufgeführt.
  • Ihr Pseudonym Ζωή bedeutet auf Griechisch „Leben“.

Hauptwerke

Griechischer TitelTitelJahr
ΠορείαWeg — erster Gedichtband1940
Η εποχή του θανάτουDie Zeit des Todes — Gedichte1948
Κασσάνδρα και άλλα ποιήματαKassandra und andere Gedichte — Staatspreis 19561955
Ο καθρέφτης του μεσονυκτίουDer Spiegel der Mitternacht — Gedichte1958
ΟρέστηςOrestes — Versdrama, aufgeführt 19761971
Τα ΠοιήματαGedichte — in zwei Bänden, 1940–19731973

Ein Satz zum Merken

με τα λαχανικά, δροσερά, πράσινα, βαθύχρωμα γογγύλια, κόκκινα.

me ta lachaniká, droserá, prásina, vathýchroma gongýlia, kókkina.

mit dem Gemüse, frisch, grün, tieffarbigen Rüben, rot.

Ζωή Καρέλλη, «Λαϊκή αγορά», στην ανθολόγηση του περιοδικού Νέα Πορεία, τχ. 521–523, 1998
A1

Über Zoe Karelli auf Griechisch lesen (A1)

Wörter aus dem Text

  • Dichterin
  • ich sehe
  • grün
  • Markt
  • ich schreibe
  • Name
  • ich weiß, ich kann
  • voll

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