Leben
Zoe Laskari wurde als Zoi Kouroukli an einem 12. Dezember in Thessaloniki geboren; das Jahr schwankt je nach Quelle zwischen 1940 und 1944, sie selbst nannte 1944. Sie verlor ihren Vater als Säugling und ihre Mutter, als sie noch ein Kind war, und wuchs bei ihren Großeltern auf. Später erinnerte sie sich, wie sie mit ihnen auf dem Aristotelous-Platz spielte. Als Jugendliche spielte sie Basketball in Vereinen aus Thessaloniki. Im Juni 1959 nahm sie, ohne es ihren Vormündern zu sagen, unter dem Namen Amaryllis an einem Schönheitswettbewerb in Athen teil und wurde zur Star Hellas gekrönt. Danach reiste sie zur Wahl der Miss Universe nach Long Beach in den USA und blieb eine Zeit lang in Amerika, wo sie als Model arbeitete.
Zurück in Griechenland wählte der Regisseur Giannis Dalianidis sie für die Hauptrolle in Ο Κατήφορος (Der Abstieg), den Finos Film im Dezember 1961 herausbrachte. Er wurde der größte griechische Kassenerfolg des Jahres. Dalianidis und der Produzent Filopoimin Finos gaben ihr den Namen Laskari, auch damit man sie nicht mit ihrer Cousine, der Sängerin Zoi Kouroukli, verwechselte. Außerdem studierte sie Schauspiel an der Schauspielschule von Pelos Katselis. Sie blieb bis Mitte der 1970er-Jahre bei Finos Film und widmete danach den größten Teil ihrer Karriere dem Theater. Sie war auch Stadträtin in Athen. Sie starb am 18. August 2017 plötzlich in ihrem Haus in Porto Rafti östlich von Athen.
Werk
Laskari drehte 23 Filme mit Finos Film, 21 davon unter der Regie von Dalianidis; laut der Firma arbeitete keine andere Hauptdarstellerin nur für ein einziges Studio. Ihr Spektrum reichte vom Sozialdrama bis zum schwungvollen Musical. Νόμος 4000 (Gesetz 4000, 1962) verdankte seinen Titel einem damals umstrittenen Gesetz gegen sogenannte Teddy Boys und zeigte die unruhige Jugend der frühen 1960er-Jahre. Im Musical Κορίτσια για φίλημα (Mädchen zum Küssen, 1965), gedreht in Athen, auf Rhodos und auf Hydra, spielte sie die Nichte einer New Yorker Reisebüroleiterin im Griechenlandurlaub; es war der erste griechische Film mit Stereoton. Η Στεφανία (Stefania), im Januar 1967 erschienen und nach einem Roman von Nelly Theodorou, zeigte sie als junge Frau in einer Besserungsanstalt, ein gewagtes Thema für jene Zeit. Wenige Wochen später folgte Οι θαλασσιές οι χάντρες (Die meerblauen Perlen), ein Musical über einen Bouzoukispieler in der Plaka und eine reiche junge Frau mit einer modernen Band; es wurde in Cannes als Les Perles grecques gezeigt.
Auf der Bühne stand sie erstmals Mitte der 1960er-Jahre auf Zypern und um 1970 in Athen. Ab 1977, mit Barfuß im Park, nahm ihre Bühnenlaufbahn eine neue Richtung; sie arbeitete mit Regisseuren wie Minos Volanakis und Andreas Voutsinas an Stücken von Edward Albee und Tennessee Williams. Unter Michael Cacoyannis spielte sie in Epidauros die Helena in Euripides’ Troerinnen. Ihre letzte Bühnenrolle hatte sie 2016–17 in Νύφη Κουράγιο (Braut Courage) von Nikos Moutsinas.
Nachwirkung im heutigen Griechenland
Laskaris Finos-Filme werden noch immer viel gesehen: Finos Film hat Titel wie Νόμος 4000 digital restauriert. 2013 verlieh ihr die Griechische Filmakademie einen Ehrenpreis für ihren Beitrag zum Kino; sie widmete ihn Finos und jungen Filmschaffenden. Sie sagte gern, außerhalb des noblen Kolonaki nenne sie niemand Frau Laskari, sondern nur Ζωίτσα (kleine Zoe), mit der freundlichen griechischen Endung -ίτσα. Zum Üben wählen Sie eine kurze Szene aus einem ihrer griechischsprachigen Filme, etwa Οι θαλασσιές οι χάντρες, und notieren Sie, wie die Figuren um etwas bitten und sich beim Sprechen abwechseln. Schreiben Sie dann einen eigenen vierzeiligen Dialog in einer Taverne mit Θα ήθελα… (Ich hätte gern…) und Μπορείτε να…; (Könnten Sie…?), ohne die Sätze des Films abzuschreiben.
Wussten Sie schon?
- Beim Schönheitswettbewerb 1959 trat sie unter dem Namen Amaryllis an.
- Vor dem Kino spielte sie Basketball in Vereinen aus Thessaloniki, darunter Aris.
- Κορίτσια για φίλημα (Mädchen zum Küssen) war der erste griechische Film mit Stereoton.
- Nach mehr als dreißig Jahren ohne Kino kehrte sie für eine kleine Rolle in Dimitris Tzetzas’ The Republic zurück.
Hauptwerke
| Griechischer Titel | Titel | Jahr |
|---|---|---|
| Ο Κατήφορος | Der Abstieg — Filmdebüt | 1961 |
| Νόμος 4000 | Gesetz 4000 — Sozialdrama | 1962 |
| Κορίτσια για φίλημα | Mädchen zum Küssen — Musikkomödie | 1965 |
| Η Στεφανία | Stefania — Drama | 1967 |
| Οι θαλασσιές οι χάντρες | Die meerblauen Perlen — Musical | 1967 |
| Οι εραστές του ονείρου | Liebende des Traums — ihr letzter Finos-Film | 1974 |
Ein Satz zum Merken
Γεννιέσαι με αυτό, δεν γίνεσαι.
Genniése me aftó, den jínese.
Man wird damit geboren; man wird es nicht.





























































