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Η πρόσοψη του Θεάτρου Τέχνης Καρόλου Κουν στην οδό Φρυνίχου, στην Πλάκα, τον Μάιο του 2019
Η πρόσοψη του Θεάτρου Τέχνης Καρόλου Κουν στην οδό Φρυνίχου, στην Πλάκα, τον Μάιο του 2019 · George E. Koronaios · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons

C2Neugriechenland · Bühnenschauspielerin

Reni Pittaki

Ρένη Πιττακή

c. 1945 · Athen

Reni Pittaki ist eine griechische Bühnenschauspielerin, um 1945 in Athen geboren. Sie wurde am Kunsttheater (Θέατρο Τέχνης) von Karolos Koun ausgebildet und verbrachte dort etwa vierzig ihrer ersten fünfzig Theaterjahre. Ihre Rollen reichen von Aischylos und Shakespeare bis zu Genet, Pinter, Beckett und der griechischen Dramatikerin Loula Anagnostaki. Nach Kouns Tod leitete sie das Theater mit, und 2023 verliehen ihr die griechischen Theaterkritiker ihren Großen Theaterpreis.

Leben

Reni Pittaki wurde in Athen geboren; Nachschlagewerke nennen meist den 28. Oktober 1945. Ihr Vater war Offizier, und seine Versetzungen bedeuteten häufige Umzüge zwischen Städten und Schulen. Es war ihre Mutter, die sie drängte, bei Karolos Koun vorzusprechen. Im Kellertheater des Kunsttheaters trug sie Gedichte von Kavafis vor einer Kommission vor, der Koun, Giorgos Lazanis und Mimis Kougioumtzis angehörten, und wurde in die Schauspielschule aufgenommen. Sie studierte außerdem Philologie an der Universität, entschied sich aber für die Bühne.

Zum ersten Mal stand sie Ostern 1966 als Schülerin auf der Bühne, in Peter Weiss’ Marat/Sade unter der Regie von Koun. Ihre erste Hauptrolle, so erinnerte sie sich, hatte sie in Pinters Die Heimkehr, ebenfalls unter Koun; die Aufführung wurde etwa einen Monat nach der Premiere abgesetzt, als die Diktatur von 1967 Panzer und Zensur brachte. Von ihren ersten fünfzig Jahren im Theater, sagte sie 2015, verbrachte sie vierzig am Kunsttheater.

Nach Kouns Tod 1987 teilte sie sich die Leitung des Theaters mit Lazanis und Kougioumtzis. 2003, wenige Monate nach dem Tod von Kougioumtzis, trat sie aus dem Vorstand zurück, weil sie mit einer in ihren Augen kurzfristigen Planung nicht einverstanden war. 2016 kehrte sie nach fünfzehn Jahren mit Ibsens Wenn wir Toten erwachen auf die Kellerbühne zurück und feierte damit fünfzig Jahre seit ihrem ersten Auftritt dort.

Werk

Unter Koun spielte Pittaki im gesamten Repertoire des Kunsttheaters. Besetzungslisten im Archiv verzeichnen sie in Shakespeares Ein Sommernachtstraum (1971–72), in dem sie Titania spielte, und in Gombrowicz’ Operette (1972–73), eine Arbeit, die sie mit ihrem Kotopouli-Preis verbindet, benannt nach der Schauspielerin Marika Kotopouli. Im antiken Drama spielte sie Io in Der gefesselte Prometheus, wirkte 1975 in Aristophanes’ Die Vögel in Epidauros mit und war 1980 Elektra in Die Weihgussträgerinnen (Χοηφόροι) in Kouns Orestie. Moderne Stücke waren ebenso zentral: Genets Οι Δούλες (Die Zofen) in der Übersetzung von Odysseas Elytis, Lorcas Yerma, Becketts Nicht ich und Katia in Loula Anagnostakis Ο ήχος του όπλου (Der Klang der Waffe), eine Rolle, die sie zu den Höhepunkten ihrer Laufbahn zählt.

In der Spielzeit 1996–97 spielte sie Martha in Albees Wer hat Angst vor Virginia Woolf? an der Seite von Kougioumtzis, der auch Regie führte. Außerhalb des Kunsttheaters spielte sie 2015 Klytämnestra in Euripides’ Elektra, ihre erste Zusammenarbeit mit dem Regisseur Spyros Evangelatos, und 2018 Annie Wilkes in einer Bühnenfassung von Misery. Im Kino brachte ihr die Rolle in Alexandros Avranas’ Film Miss Violence (2013) 2014 den Preis der Griechischen Filmakademie als beste Nebendarstellerin ein.

Nachwirkung im heutigen Griechenland

Im Oktober 2023 verlieh der Griechische Verband der Theater- und Bühnenkunstkritiker Pittaki seinen Großen Theaterpreis; sein Vorsitzender Savvas Patsalidis sagte, sie habe die Bühne so sehr geliebt, wie die Bühne sie geliebt habe. Ihre Laufbahn lebt auch im Online-Archiv des Kunsttheaters weiter, dessen Produktionsseiten Übersetzer, Regie und Besetzung nennen. Öffnen Sie die Seite zu Ποιος φοβάται τη Βιρτζίνια Γουλφ (Wer hat Angst vor Virginia Woolf?, 1996–97). Suchen Sie die Zeile Μάρθα…Ρένη Πιττακή und achten Sie darauf, dass Μίμης Κουγιουμτζής zweimal erscheint: als σκηνοθέτης (Regisseur) und als Darsteller des George. Fassen Sie die Aufführung dann in einem präzisen Satz zusammen: Τη Μάρθα την υποδύθηκε η Ρένη Πιττακή, σε σκηνοθεσία Μίμη Κουγιουμτζή (Martha wurde von Reni Pittaki gespielt, Regie führte Mimis Kougioumtzis). Wiederholen Sie die Übung mit einem zweiten Programm aus dem Archiv.

Wussten Sie schon?

  • Bei der Aufnahmeprüfung der Schauspielschule trug sie Gedichte von Kavafis vor.
  • Ihre erste Hauptrolle, in Pinters Die Heimkehr, wurde etwa einen Monat nach der Premiere abgesetzt, als die Diktatur von 1967 kam.
  • Genets Die Zofen, in denen sie in der Spielzeit 1967–68 eine der drei Rollen spielte, hatte der Dichter Odysseas Elytis ins Griechische übersetzt.
  • 2016 kehrte sie nach fünfzehn Jahren Abwesenheit auf die Kellerbühne des Kunsttheaters zurück.

Hauptwerke

Griechischer TitelTitelJahr
Η δολοφονία του Ζαν-Πολ ΜαράMarat/Sade — Bühnendebüt1966
Οι ΔούλεςDie Zofen1967
ΟπερέταOperette1972
Ορέστεια — ΧοηφόροιOrestie — Elektra in Die Weihgussträgerinnen1980
Ποιος φοβάται τη Βιρτζίνια Γουλφ;Wer hat Angst vor Virginia Woolf? — Martha1996
Όταν ξυπνήσουμε εμείς οι νεκροίWenn wir Toten erwachen2016

Ein Satz zum Merken

Έγινα ηθοποιός χάρη στον Κάρολο Κουν που ήταν δάσκαλός μου και πατέρας μου.

Égina ithopiós chári ston Károlo Koun pou ítan dáskalós mou ke patéras mou.

Ich bin dank Karolos Koun Schauspielerin geworden, der mein Lehrer und mein Vater war.

Ρένη Πιττακή, συνέντευξη στην Ελισάβετ Σταμοπούλου, in.gr, 26 Ιουνίου 2015
C2

Über Reni Pittaki auf Griechisch lesen (C2)

Wörter aus dem Text

  • Regisseur
  • Schauspieler
  • Rolle
  • Besetzung
  • ich spiele (eine Rolle)
  • ich verkörpere
  • ich verwechsle
  • kurzfristig

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