Leben
Eleni Vitali wurde am 19. September 1954 in Athen als Eleni Lavida geboren; einige Online-Biografien nennen Trikala, doch der Katalog der griechischen Diskografie gibt Athen an. Ihr Vater, Takis Lavidas, spielte Santouri, das Hackbrett der griechischen Volksmusik, und ihre Mutter, Lucy Karageorgiou, sang auf Festen. In einem Fernsehporträt von 2000 sprach sie über die Roma-Herkunft (Zigeuner-Herkunft) der Familie. Mit dreizehn nahm sie mit ihrem Vater eine kleine Platte auf, und mit etwa vierzehn begleitete sie ihre Mutter zu ihrem ersten Panigyri, einem dörflichen Heiligenfest. Bis sie fünfzehn oder sechzehn war, reiste sie mit befreundeten Musikern ihres Vaters weiter zu Festen, von der Peloponnes bis nach Epirus.
Der Festtournee müde, wandte sie sich an Musiker in Athen, und ein Freund schickte sie zu Alekos Patsifas, dem Leiter der Plattenfirma Lyra. Nach eigener Erzählung nahm sie Άι γαρούφαλλό μου von Argyris Kounadis und Vangelis Goufas am Tag ihres Vorsingens auf; das Lied erschien auf Kounadis’ Album Δεν περισσεύει υπομονή (Keine Geduld übrig) mit Sotiria Bellou. Bald sang sie beim Liederfestival von Thessaloniki Χωρίς δεκάρα (Ohne einen Groschen), bekannt durch seinen Refrain über Manolios, und wirkte 1974 an einer Lyra-Aufnahme von Mikis Theodorakis’ 18 λιανοτράγουδα της πικρής πατρίδας (18 kleine Lieder der bitteren Heimat) mit. Im Jahr 2000 filmte ERT ihre Rückkehr auf die Bühne nach sieben Jahren Abwesenheit.
Werk

Vitalis Repertoire bewegt sich zwischen drei Welten, die sie nacheinander kennenlernte: den Volksliedern der Feste, dem städtischen Laïko der Bouzouki und dem Éntechno, dem Kunstlied von Komponisten, die für Platte und Bühne schrieben. Alben wie Τα δημοτικά της Ελένης (Elenis Volkslieder, 1981) und Βάρα μου το ντέφι (Schlag mir das Tamburin, 1983) schöpfen aus der ersten. Χορέψτε γιατί χανόμαστε (Tanzt, denn wir vergehen, 1984) griff zwei Lieder wieder auf, die sie als Kind mit ihrem Vater aufgenommen hatte. Sie arbeitete auch mit dem Laïko-Komponisten Christos Nikolopoulos und mit dem Kunstlied-Komponisten Stamatis Spanoudakis am Album 7 Παρακλήσεις (7 Bittgesänge).
Ab den späten 1980er-Jahren schrieb sie zunehmend eigenes Material. Το απέναντι μπαλκόνι (Der Balkon gegenüber, 1989) und Ποιος φοβάται τη Βιρτζίνια Γουλφ; (Wer hat Angst vor Virginia Woolf?, 1994; manche Quellen nennen 1993) tragen ihre eigenen Texte und Melodien. Προσκήνιο (Vorbühne, 2000), ein Live-Mitschnitt aus dem Musiklokal Aeriko, vereint die Stationen dieser Laufbahn in einem Programm. Ihre Erinnerungen erklären einen Teil ihres Stils. Bei ihrer ersten Studioaufnahme, so erzählte sie, rieten ihr Nikolopoulos und der Pianist Tasos Karakatsanis, ohne Vibrato zu singen und jedes Wort deutlich auszusprechen. Diese Sorgfalt in der Aussprache macht ihre Aufnahmen wertvoll für alle, die genau auf Griechisch hören, während das Festrepertoire die ältere modale Farbe der Santouri-Tradition bewahrt, mit der sie aufwuchs.
Nachwirkung im heutigen Griechenland
Vitalis Laufbahn verbindet die mündliche Welt des Panigyri, in der Roma und andere Berufsmusiker zu Dorftänzen aufspielten, mit dem griechischen Studio- und Konzertleben. 2016 teilte sie sich mit Giannis Parios ein Winterprogramm im Lokal Iera Odos in Athen und sagte Journalisten, die Feste hätten sie vor allem Liebe gelehrt. Als konkrete Aufgabe: Suchen Sie auf archive.ert.gr den ERT-Eintrag Οι φίλοι μου: Ελένη Βιτάλη (Meine Freunde: Eleni Vitali, 2000). Lesen Sie seine griechische Beschreibung mit Zeitangaben, die festhält, wo sie spricht und wo ein Lied folgt. Schreiben Sie dann zwei eigene Sätze mit αφού und πριν, zum Beispiel: Αφού μίλησε για τον πατέρα της, ακούστηκε ένα τραγούδι (Nachdem sie über ihren Vater gesprochen hatte, erklang ein Lied). Diese Übungssätze sind unsere eigenen, keine Liedtexte.
Wussten Sie schon?
- Ihr erstes Panigyri war, wie sie sich erinnerte, in Examilia bei Korinth, genau an dem Tag, an dem der Dorfpfarrer starb.
- Als Mädchen wollte sie nach eigener Aussage Kinderärztin werden, nicht Sängerin.
- Lachend erzählte sie, auf ihrer Kinderplatte mit dem Vater klinge ihre Stimme wie ein Kätzchen.
- 2016 erklärte sie, dass Panigyris, das Fest, Reigentanz und damit Liebe bedeute.
Hauptwerke
| Griechischer Titel | Titel | Jahr |
|---|---|---|
| 18 λιανοτράγουδα της πικρής πατρίδας | 18 kleine Lieder der bitteren Heimat — Theodorakis und Ritsos, mit anderen Interpreten | 1974 |
| Τα δημοτικά της Ελένης | Elenis Volkslieder | 1981 |
| Χορέψτε γιατί χανόμαστε | Tanzt, denn wir vergehen | 1984 |
| Το απέναντι μπαλκόνι | Der Balkon gegenüber | 1989 |
| Ποιος φοβάται τη Βιρτζίνια Γουλφ; | Wer hat Angst vor Virginia Woolf? | 1994 |
| Προσκήνιο | Vorbühne — live im Aeriko | 2000 |
Ein Satz zum Merken
Μεγάλο σχολείο τα πανηγύρια.
Megálo scholeío ta panigýria.
Die Feste waren eine große Schule.










































