Leben
Opy Zouni wurde am 4. Februar 1941 in Kairo als Kalliopi Sarpaki geboren, in eine griechische Familie mit Wurzeln auf Santorin und Kreta. Ein geliebter Onkel gab ihr den Spitznamen Opy, den sie ihr Leben lang behielt. Sie verlor früh beide Eltern; ihre Mutter hatte sie als Erste an die Malerei herangeführt. In Kairo studierte sie ab 1959 Malerei im Atelier des armenischen Malers Aschot Sorjan sowie Keramik und Fotografie und hatte 1962 ihre erste Ausstellung in der Nile Gallery.
1963 ließ sie sich in Athen nieder. An der Athener Hochschule der Bildenden Künste studierte sie von 1963 bis 1968 Malerei bei Yannis Moralis, dazu Keramik und Bühnenbild. 1965 heiratete sie den Architekten Alekos Zounis; das Paar hatte zwei Söhne. Später erzählte sie, dass sie als Frau mit avantgardistischer Kunst in Griechenland zunächst keine Einzelausstellung bekam und deshalb im Ausland begann: 1970 stellte sie in der Galerie Vallombreuse in Biarritz aus, und 1971 folgte ihre erste Einzelausstellung in Griechenland in der Hellenisch-Amerikanischen Union in Athen.
In den 1980er-Jahren unterstützte der Kunsthändler Alexander Iolas ihre Arbeit. Ab 1996 lebte sie mit Krebs, arbeitete aber weiter. Eine große Ausstellung im Museum für Kykladische Kunst 2006–07 zog viele Besucher an. Sie starb am 5. Dezember 2008 in Athen im Alter von 67 Jahren.
Werk
Nach den Worten der Griechischen Nationalgalerie war Zounis zentrale Frage der Übergang von zwei zu drei Dimensionen, von einem geschlossenen zu einem offenen Raum. In Malerei, Skulptur, Konstruktionen und Druckgrafik nutzte sie geometrische Formen, waagrechte und senkrechte Linien, wenige kräftige Farben sowie Schwarz und Weiß, um Perspektive, Licht, Schatten und Bewegung zu erzeugen. Menschen fehlen in ihren Bildern, wodurch der Raum noch weiter wirkt. Ihr Werk wird meist der geometrischen Abstraktion und dem Konstruktivismus zugeordnet, und Museumstexte sehen seine Wurzeln in Ägypten wie in Griechenland sowie in der Beobachtung von Meer, Wüste und Himmel.
Frühe Arbeiten wie Ασύμμετρη σύνθεση σε πολυσταυρό (Asymmetrische Komposition auf einem Sockel mit vielen Kreuzen, 1974), ein Paar Skulpturen, zeigen ihre Experimente mit Objekten. Χώρος ενός επιπέδου. Αναφορά στον ντε Κίρικο ΙΙ (Raum einer Ebene. Bezug auf De Chirico II, 1978) antwortet auf die tiefen Perspektiven Giorgio de Chiricos. Λευκός κίονας (Weiße Säule, 1991) besteht aus bemaltem Holz auf einem Stahlsockel, 240 cm hoch und nur 20 cm breit: Farbbänder steigen nach oben und enden in schnellen Pinselstrichen. Βέλος (Pfeil, 1992), heute im Averoff-Museum in Metsovo, lenkt den Blick auf einen einzigen Punkt, wie über die Leinwand hinaus. Sie stellte in ganz Europa und 1979 auf der Biennale von São Paulo aus und gewann 1971 den nationalen Preis beim UNESCO-Malereifestival in Cagnes-sur-Mer.
Nachwirkung im heutigen Griechenland
Zounis Werke befinden sich in der Griechischen Nationalgalerie und im Averoff-Museum, neben weiteren Sammlungen in Griechenland und im Ausland. 2013 zeigte die Michael-Cacoyannis-Stiftung in Athen vor allem Werke aus ihrem letzten Lebensjahr 2008. Bei der neunten Messe Art Thessaloniki 2026 wurde ein Opy-Zouni-Preis in Erinnerung an sie an einen zeitgenössischen Künstler verliehen. Zum Üben öffnen Sie den Online-Eintrag der Nationalgalerie zu Λευκός κίονας (Weiße Säule) oder sehen Sie das Werk selbst in der Nationalen Glyptothek in Goudi, Athen. Beschreiben Sie es auf Griechisch, ohne es abzuzeichnen: Ο κίονας είναι ψηλός και στενός (Die Säule ist hoch und schmal). Sagen Sie dann, welche Farben μπροστά (vorne) zu kommen scheinen und welche πίσω (hinten) bleiben.
Wussten Sie schon?
- Ihr Taufname war Kalliopi; Opy war ein Spitzname von ihrem Onkel.
- Λευκός κίονας (Weiße Säule) ist 240 cm hoch, aber nur 20 cm breit.
- Sie stellte 1970 in Biarritz aus, ein Jahr vor ihrer ersten Einzelausstellung in Griechenland.
- 1992 veranstaltete das Institut français in Athen einen Runden Tisch über ihre Geometrie unter Vorsitz der Historikerin Hélène Ahrweiler.
Hauptwerke
| Griechischer Titel | Titel | Jahr |
|---|---|---|
| Ασύμμετρη σύνθεση σε πολυσταυρό – 2 γλυπτά | Asymmetrische Komposition auf einem Sockel mit vielen Kreuzen – 2 Skulpturen | 1974 |
| Χώρος ενός επιπέδου. Αναφορά στον ντε Κίρικο ΙΙ | Raum einer Ebene. Bezug auf De Chirico II | 1978 |
| Ναός | Tempel | 1981 |
| Αντανακλάσεις | Spiegelungen | 1982 |
| Λευκός κίονας | Weiße Säule | 1991 |
| Βέλος | Pfeil | 1992 |
Ein Satz zum Merken
Ο καλλιτέχνης μπορεί να έχει απαλλαγεί από την απεικόνιση αλλά όχι από την εικόνα.
O kallitéchnis boreí na échei apallageí apó tin apeikónisi allá óchi apó tin eikóna.
Der Künstler mag sich von der Abbildung befreit haben, aber nicht vom Bild.





























































