Leben
Mylonas wurde am 21. Dezember 1898 in Smyrna (heute İzmir) geboren, in die große griechische Gemeinde der Stadt. Er studierte am Internationalen College von Smyrna und ab 1919 an der Universität Athen. Als im September 1922 die türkische Armee in Smyrna einmarschierte und die griechischen Viertel brannten, war er dort: Er wurde gefangen genommen, eingesperrt und misshandelt und kam erst 1923 frei, dank Geld, das ihm amerikanische Freunde geliehen hatten. Danach schloss er 1927 eine Promotion in Athen ab und 1928 eine zweite an der Johns Hopkins University in den Vereinigten Staaten.
1933 ging er an die Washington University in St. Louis, wo er 1938 ordentlicher Professor wurde und von 1939 bis 1964 den Fachbereich leitete; er lehrte dort bis 1969 und verbrachte seine Sommer bei Grabungen in Griechenland. Er arbeitete mit David Robinson in Olynth, grub die prähistorische Siedlung Agios Kosmas in Attika aus und, mit Ioannis Travlos, das Heiligtum von Eleusis. Ehrungen folgten: zwei Guggenheim-Stipendien und 1970 die Goldmedaille des Archaeological Institute of America. 1970 wurde er zum Mitglied der Akademie von Athen gewählt, deren Präsident er 1980 war. Von 1979 bis 1986 war er Generalsekretär der Archäologischen Gesellschaft zu Athen. Er starb am 15. April 1988 in Athen und wurde in Mykines begraben, dem Dorf unterhalb von Mykene.
Werk

Im Dezember 1951 stieß der griechische Archäologe Ioannis Papadimitriou bei Restaurierungsarbeiten nahe dem sogenannten Grab der Klytämnestra außerhalb der Mauern von Mykene auf einen zweiten Königsfriedhof, älter als das berühmte Gräberrund A, das Heinrich Schliemann 1876 gefunden hatte. Mylonas schloss sich ihm an, und von 1952 bis 1954 gruben sie Ο Ταφικός Κύκλος Β (Gräberrund B) aus, eine Gruppe von Schachtgräbern aus etwa dem 17. und 16. Jahrhundert v. Chr. Zu den Funden gehörten Waffen, Goldschmuck, eine Totenmaske aus Elektron und eine prächtige Schale aus Bergkristall in Form einer Ente. Sie zeigten, wie die ersten mykenischen Fürsten an die Macht kamen.
Von 1957 bis 1985 leitete Mylonas die Ausgrabungen auf der Burg von Mykene selbst und untersuchte den Palast, die Häuser, das Kultzentrum und die Befestigungen. Er war auch ein begabter Autor für ein breites Publikum. Ancient Mycenae: The Capital City of Agamemnon (1957, „Das antike Mykene, die Hauptstadt Agamemnons“) und Mycenae and the Mycenaean Age (1966, „Mykene und das mykenische Zeitalter“) brachten Homers «goldreiches Mykene» Lesern in aller Welt nahe, und Eleusis and the Eleusinian Mysteries (1961, „Eleusis und die Eleusinischen Mysterien“) ist bis heute die klassische Einführung in den Geheimkult von Demeter und Persephone. Sein letztes populäres Buch, Πολύχρυσοι Μυκήναι (Goldreiches Mykene, 1983), entlehnte seinen Titel Homers Beiwort für die Stadt.
Nachwirkung im heutigen Griechenland
Die schönste Ehrung ist ein Besuch in Mykene. Gehen Sie durch das Löwentor, sehen Sie sich das Gräberrund A innerhalb der Mauern an und suchen Sie dann das Gräberrund B außerhalb, nahe dem Grab der Klytämnestra; die Funde aus beiden befinden sich im Archäologischen Nationalmuseum in Athen und im Museum der Ausgrabungsstätte Mykene. In Eleusis, westlich von Athen, ist das von ihm ausgegrabene Heiligtum für Besucher geöffnet. Seine Bücher werden von Archäologiestudierenden in Griechenland und im Ausland noch immer gelesen, und sein Grab in Mykines hält ihn nahe der Burg, auf der er drei Jahrzehnte lang arbeitete.
Wussten Sie schon?
- Er überlebte 1922 die Zerstörung Smyrnas und kam 1923 dank Geld, das ihm amerikanische Freunde geliehen hatten, aus der Gefangenschaft frei.
- Er hatte zwei Doktortitel, aus Athen (1927) und von der Johns Hopkins University (1928).
- Er leitete fast dreißig Jahre lang, von 1957 bis 1985, die Ausgrabungen in Mykene.
- Er wurde 1970 in die Akademie von Athen gewählt und war 1980 ihr Präsident.
Hauptwerke
| Griechischer Titel | Titel | Jahr |
|---|---|---|
| Ανασκαφή στον Άγιο Κοσμά Αττικής | Ausgrabung von Agios Kosmas, Attika | 1930 |
| Ο Ταφικός Κύκλος Β των Μυκηνών | Gräberrund B in Mykene (mit Ioannis Papadimitriou) | 1952–1954 |
| Αρχαίες Μυκήνες | Das antike Mykene, die Hauptstadt Agamemnons (Buch) | 1957 |
| Ανασκαφές στην ακρόπολη των Μυκηνών | Ausgrabungen auf der Burg von Mykene | 1957–1985 |
| Η Ελευσίνα και τα Ελευσίνια Μυστήρια | Eleusis und die Eleusinischen Mysterien (Buch) | 1961 |
| Οι Μυκήνες και η μυκηναϊκή εποχή | Mykene und das mykenische Zeitalter (Buch) | 1966 |
Aus dem Werk


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Ein Satz zum Merken
Πολύχρυσοι Μυκήναι
Polychrysoi Mykinai
Goldreiches Mykene
























