Leben
Dimitris Dimitriadis wurde 1944 in Thessaloniki geboren. 1963 ging er mit einem belgischen Staatsstipendium nach Brüssel, um am INSAS Theater und Film zu studieren. Dort schrieb er 1966 sein erstes Stück auf Französisch: Η τιμή της ανταρσίας στην μαύρη αγορά (Der Preis der Rebellion auf dem Schwarzmarkt). Patrice Chéreau inszenierte es 1968 am Théâtre de la Commune in Aubervilliers. Seit 1971 gehört professionelles Übersetzen zu seiner Arbeit. Sein erster Prosatext, Πεθαίνω σαν χώρα (Ich sterbe als Land), erschien 1978; es folgten die Gedichtfolge Κατάλογοι 1–4 (Kataloge 1–4, 1980) und Η νέα εκκλησία του αίματος (Die neue Kirche des Blutes, 1983).
Später wanderte sein Schreiben zwischen griechischen und europäischen Bühnen. Das Pariser Odéon widmete ihm 2010 ein Programm mit der Uraufführung von Ο κυκλισμός του τετραγώνου (Der Kreis des Quadrats) unter Giorgio Barberio Corsetti. Im Oktober 2013 zeigte Onassis Stegi die griechische Erstaufführung unter Dimitris Karantzas sowie Lesungen weiterer Werke. Seine Übersetzungen prägten ebenfalls Inszenierungen: Für Μακμπέθ (Macbeth) an der Stegi 2012 lieferte er den griechischen Text, Thomas Moschopoulos führte Regie. Dieser Weg verbindet eigenes literarisches Schreiben mit der praktischen Vermittlung anderer Autoren ins Griechische.
Werk

Dimitriadis arbeitet mit Prosa, Lyrik und Drama und behandelt Sprache als Kraft, die Grenzen eines Menschen oder einer Gemeinschaft erschüttern kann. Πεθαίνω σαν χώρα (Ich sterbe als Land, 1978) ist ein Prosatext, der wiederholt auf die Bühne gelangte. Die Κατάλογοι (Kataloge) bilden ein fortlaufendes dichterisches Vorhaben. Im Theater kann Mythos Gegenwart werden: Φαέθων (Phaethon), 2013 als inszenierte Lesung an der Onassis Stegi gezeigt, versetzt den Konflikt zwischen einem Sohn und seinem Vater, der Sonne, in die heutige Welt.
Ο κυκλισμός του τετραγώνου (Der Kreis des Quadrats) erforscht Begehren und Enttäuschung durch Wendungen, Umkehrungen und Wiederholungen. Das griechische Programm beschreibt elf Figuren verschiedener Generationen und Geschlechter mit dem gemeinsamen Bedürfnis, geliebt zu werden. Das verlangt genaues Hören auf die Sprachbewegung. Auch Übersetzen gehört zu dieser Aufmerksamkeit: Er übertrug Genet, Molière, Shakespeare und Euripides. Für Anfänger bieten Produktionsangaben einen kleineren schriftlichen Zugang. Bei Μακμπέθ (Macbeth) ist Shakespeare englischsprachiger Originalautor, Dimitriadis griechischer Übersetzer und Moschopoulos Regisseur. Diese Rollen zu lesen ist neben dem angepassten Text eine überschaubare Aufgabe.
Nachwirkung im heutigen Griechenland
Dimitriadis’ Werk lebt in Aufführungen, Übersetzungen und Theaterforschung weiter. Das Stadttheater Piräus zeigte Μνήμη | Λήθη (Erinnerung – Vergessen) in der Spielzeit 2025–2026; universitäre Theaterabteilungen dokumentieren sein Schreiben. Öffnen Sie die griechische Onassis-Seite zu Μακμπέθ (Macbeth) von 2012. Finden Sie Μετάφραση und Σκηνοθεσία in den Angaben. Ordnen Sie Dimitriadis und Thomas Moschopoulos zu und ergänzen Sie Shakespeare als Originalautor. Schreiben Sie drei Sätze mit έγραψε, μετέφρασε und σκηνοθέτησε und jeweils einem anderen Namen. Lesen Sie sie als kurze Vorstellung der Produktion laut. Das übt nützliche Vergangenheitsformen und unterscheidet drei im Theaterprogramm verzeichnete Aufgaben.
Wussten Sie schon?
- Sein erstes Stück entstand auf Französisch, bevor Patrice Chéreau es 1968 inszenierte.
- Πεθαίνω σαν χώρα begann als Prosa und gelangte wiederholt auf die Bühne.
- Das Macbeth-Programm 2012 nennt ihn als Übersetzer und Thomas Moschopoulos als Regisseur.
Hauptwerke
| Griechischer Titel | Titel | Jahr |
|---|---|---|
| Η τιμή της ανταρσίας στην μαύρη αγορά | Der Preis der Rebellion auf dem Schwarzmarkt (französisch verfasst) | 1966 |
| Πεθαίνω σαν χώρα | Ich sterbe als Land | 1978 |
| Κατάλογοι 1–4 | Kataloge 1–4 | 1980 |
| Η νέα εκκλησία του αίματος | Die neue Kirche des Blutes | 1983 |
| Μακμπέθ (ελληνική μετάφραση) | Macbeth (griechische Übersetzung für Stegi) | 2012 |
| Ο κυκλισμός του τετραγώνου | Der Kreis des Quadrats (griechische Ausgabe) | 2013 |
Ein Satz zum Merken
Οι λέξεις χωρίζουν την πραγματικότητα, την κομματιάζουν.
I léxeis chorízoun tin pragmatikótita, tin kommatiázoun.
Wörter teilen die Wirklichkeit, sie zerlegen sie in Stücke.

























































































