Leben
Rena Kyriakou wurde am 25. Februar 1917 in Heraklion geboren. Am 31. Dezember 1923 trat sie sechsjährig im Athener Parnassos-Saal mit eigenen Kompositionen auf. Ihr frühes öffentliches Profil verband also Musizieren und Komponieren. Das Studium in Wien und Paris entwickelte beide Fähigkeiten.
1930 trat sie ins Pariser Conservatoire ein, studierte Klavier bei Isidor Philipp und erhielt Ausbildung in Harmonielehre und Komposition, unter anderem bei Henri Büsser. Sie gewann den ersten Klavierpreis des Conservatoire und begann eine internationale Laufbahn. Eigene Werke standen neben etabliertem Repertoire, gelegentlich als Zugaben. Später widmeten sich ihre Vox-Aufnahmen besonders Mendelssohn, Chabrier und Albéniz, aber auch Soler und Field.
1943 spielte sie den Solopart bei der Uraufführung ihres Klavierkonzerts op. 18 mit dem Staatsorchester Athen unter Theodoros Vavayannis. 1954 spielte sie es erneut in Genf unter Jean Meylan. Auch Unterricht und Juryarbeit gehörten zu ihrem Musikleben. Sie starb im August 1994 in Moschato. Archivbestände im Historischen Museum von Kreta und in der Lilian-Voudouri-Musikbibliothek bewahren Partituren und Dokumente, anhand deren beide Laufbahnen gemeinsam erforscht werden können.
Werk

Kyriakous Werkverzeichnis enthält kleine Klavierstücke mit gegensätzlichen Titeln und Charakteren: Tango und Kloster, beide 1928; Les cloches (Die Glocken) und Burlesque Nr. 2, 1935; Perpetuum Mobile (Immerwährende Bewegung), 1940. Komponieren begleitete ihre Entwicklung am Klavier. Ihr Klavierkonzert op. 18 erweitert den Maßstab zum Dialog zwischen Solistin und Orchester.
Die veröffentlichte Partitur datiert das Konzert auf 1938–1940, die Uraufführung folgte 1943. Neuere Forschung untersucht wechselnde Klangtexturen und das Verhältnis von Klavier und Orchester sowie die Bedingungen für eine komponierende Frau im griechischen Musikleben. Spätere Interpretinnen, darunter Efi Agrafioti, haben sich dem Werk erneut zugewandt. Ihre Erinnerungen beleuchten einen Unterricht, der die Suche nach Klang ins Zentrum stellte.
Kyriakous Aufnahmen erhalten ihre Deutungen anderer Komponisten. Vox-Veröffentlichungen mit Chabrier enthalten Aubade und Caprice und nennen sie ausdrücklich als Pianistin. Man kann Bewegung, Lautstärke und Stille ohne Worte verfolgen. Eigene Handschriften und kommerzielle Aufnahmen ergänzen einander: als Begegnung mit ihrer selbst geschaffenen Musik und mit jener, die sie durch Anschlag, Zeitgestaltung und Phrasierung interpretierte.
Nachwirkung im heutigen Griechenland
Griechische Archive, Forschung und Konzerte halten Kyriakous beide Laufbahnen sichtbar. Ihre Partituren lassen sich im digitalen Repositorium der Musikbibliothek erkunden, Aufnahmeverzeichnisse benennen die gespielten Stücke. Wählen Sie für eine kurze Übung ihre Chabrier-Aufnahme Aubade oder Caprice und hören Sie zwei kurze Abschnitte. Notieren Sie mit dem bearbeiteten Text Tempo, Lautstärke und eine Pause. Schreiben Sie zwei einfache Vergleiche mit πιο αργός und πιο δυνατός und verwenden Sie ο ρυθμός und ο ήχος als Subjekte. Lesen Sie die eigenen Sätze laut und erklären Sie Ihre Wahl. Instrumentales Hören unterstützt hier die griechische Beschreibung; das Klavier liefert keine gesprochene griechische Sprache.
Wussten Sie schon?
- Geboren am 25. Februar 1917 in Heraklion.
- Spielte am 31. Dezember 1923 eigene Kompositionen im Athener Parnassos.
- Spielte 1943 die Uraufführung ihres Klavierkonzerts mit dem Staatsorchester Athen.
- Ihre Archive liegen in Heraklion und in der Lilian-Voudouri-Musikbibliothek in Athen.
Hauptwerke
| Griechischer Titel | Titel | Jahr |
|---|---|---|
| Τάνγκο (Tango) | Tango | 1928 |
| Μοναστήρι (Kloster) | Kloster | 1928 |
| Οι καμπάνες (Les cloches) | Die Glocken | 1935 |
| Μπουρλέσκα αρ. 2 (Burlesque No. 2) | Burleske Nr. 2 | 1935 |
| Κοντσέρτο για πιάνο και ορχήστρα, έργο 18 | Konzert für Klavier und Orchester op. 18 (Komposition) | 1938–1940 |
| Αεικίνητο (Perpetuum Mobile) | Immerwährende Bewegung | 1940 |
Ein Satz zum Merken
Θέλω να γεννήσω ήχους και να τους στείλω να πετάξουν.
Thélo na genníso íchous kai na tous stílo na petáxoun.
Ich möchte Klänge gebären und sie fliegen lassen.

























































































