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Γ2

Gelehrte Pronomen: εαυτού, αλλήλων, ουδείς

Das erstarrte Reflexiv, das Reziprokum ohne Nominativ und die absolute Negation des formellen Griechisch.

Gelehrte Pronomen: εαυτού, αλλήλων, ουδείς

Αλλήλων: die Reziprozität

Αλλήλων hat keinen Nominativ — folgerichtig: „einander“ kann kein Subjekt sein. Es begegnet im Genitiv und Akkusativ und vor allem in Komposita: αλληλεγγύη, αλληλεπίδραση.

  • Οι δύο πλευρές κατηγόρησαν η μία την άλλη.Beide Seiten beschuldigten einander.
  • Η αλληλεγγύη μεταξύ των κρατών-μελών.Die Solidarität zwischen den Mitgliedstaaten.

Ουδείς und das erstarrte Reflexiv

Ουδείς / ουδεμία / ουδέν ersetzt κανένας im förmlichen Register: «ουδεμία ευθύνη», «ουδέν σχόλιο». Das alte Reflexiv lebt vor allem in καθ’ εαυτόν, δι’ εαυτού fort.

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Häufige Fragen

Was bedeutet «αλλήλων», und warum hat es keinen Nominativ?

«Αλλήλων» drückt Gegenseitigkeit aus, „einander“. Einen Nominativ gibt es nicht, weil „einander“ nie Subjekt sein kann: Es erscheint im Genitiv, im Akkusativ und vor allem in Zusammensetzungen wie «αλληλεγγύη» (Solidarität).

Wann sagt man «ουδείς» statt «κανένας»?

«Ουδείς / ουδεμία / ουδέν» ist das „kein“ der förmlichen Sprache: «ουδεμία ευθύνη» (keinerlei Verantwortung), «ουδέν σχόλιο» (kein Kommentar). Im Alltag sagt man «κανένας».

Was bedeutet «καθ’ εαυτόν»?

Es ist ein erstarrtes altgriechisches Reflexiv: „an sich, von selbst“ — «το πρόβλημα καθ’ εαυτό» (das Problem an sich). Solche Blöcke («δι’ εαυτού», «αφ’ εαυτού») lernt man, wie sie sind; im Neugriechischen lassen sie sich nicht mehr zerlegen.